Dötlingen/Wildeshausen. Am 7. und 8.01. war es wieder soweit. Die JU Niedersachsen hatte zu ihrer Jahresauftaktveranstaltung eingeladen. Es ging ins schöne Dötlingen auf das Gut Altona, wo man für einen geringen Tagungsbeitrag in einem wunderschönen vier Sternen Hotel mit allem versorgt wurde.
Zu Beginn der Veranstaltung hielt Prof. Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, einen Vortrag zum Thema doppelter Abiturjahrgang. Nach dem Mittagessen ging es in die Seminare zur Gruppenarbeit. Im Rahmen der Veranstaltung wurden insgesamt vier parallele Seminare angeboten.
Seminar: Presse- und Öffentlichkeit Drei Spezialisten, darunter CDU Landespressesprecher Torben Stephan, Journalist der Oldenburgischen Volkszeitung Giorgio Tzimurtas und Pressesprecher des Kultusministeriums Roman Haase erklärten sehr anschaulich und bisweilen humorvoll, worauf es in der Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch im gegenseitigen Umgang von Journalisten mit Politikern ankomme. So erfuhren wir nicht nur viel über die Arbeit eines Politikjournalisten und die verschiedenen Medien, sondern auch über die Entstehung von Nachrichten und Mediengestaltung in bei Print, Funk und TV-Medien. Überdies führte uns Roman Haase am 2. Seminartag in die Praxis ein, in einem spannenden und interessanten Gespräch erlangten wir viele Informationen über die Fragen Wie schreibe ich gute Pressemitteilungen, Wie erhalte ich den Kontakt zu Journalisten und wie sind Interviews zu führen, wenngleich Herr Haase uns auch erläuterte, dass man Leserbriefen eine große Bedeutung beimessen sollte.
In jeglicher Hinsicht waren die Tipps und Tricks, wie der Journalisten Jargon und Anderes von überaus großem Gehalt und Nutzen für mich und ich konnte vieles von dem Vorgetragenen mitnehmen, was sicher auch für die Zukunft hilfreich sein wird. Torben Stephan, Roman Haase und Giorgio Tzimurtas haben sich merklich viel Mühe gegeben und einen tollen Job gemacht, wofür ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchte. (Maximilian Eichhorn)
Seminar: Zeitmanagement.
Das Seminar Zeitmanagement beschäftigte sich mit einem alltäglichen Problem, das wohl jeder kennt: dem Zeitdruck. Doch die Zeit vergeht ganz unabhängig davon, wie wir sie gestalten. Zeitmanagement ist also mit Selbstmanagement fast gleichzusetzen. Ziel war es dabei insgesamt, eine Reihe von Strategien und Techniken zu erlernen, mit deren Hilfe wir die eigene Zeit systematisch und diszipliniert planen können, damit mehr Zeit für die wesentlichen Dinge in Studium, Beruf und Freizeit bleibt. Geleitet wurde das Seminar von Jürgen Petersen, einem Gedächtnistrainer und Gedächtnisgroßmeister, der dieses mit seinem Hobby, dem Marathon Laufen verbindet und bereits ein Buch veröffentlicht hat. Kurz gesagt ist Brainrunning eine Technik, wie man sich beim Laufen im Wald z.B. Namen, Zahlen, Daten, Vokabeln, usw. merkt, um die Zeit, die man für die körperliche Fitness investiert, gleichzeitig für den Kopf zu nutzen. So lernten wir z.B. die Loci- Methode kennen. Bei dieser Technik wird jeder Zahl von 1 - 10 nach einem System (z.B. von der Tür aus gesehen rechts an der Wand entlang) ein Platz in einem bekanntem Raum zugeordnet:
1 = Fernsehsessel
2 = Yuccapalme
3 = Musikanlage
4 = Couchtisch
usw.
Diese Plätze müssen auswendig gelernt werden und sind nun für immer gültig.
Möchte man sich jetzt zehn Dinge merken (z.B. Einkaufszettel), hat man zehn Orte, an denen die Dinge im Geiste abgelegt werden können. Diese Methode ist sehr nützlich, um sich viele Dinge gleichzeitig und auch dauerhaft merken zu können.
Besonders überrascht war ich, als Herr Petersen uns erzählte, dass er mit dieser Technik sämtliche Muskeln des menschlichen Körpers in nur 2 Stunden gelernt habe. Auch für alle Präsidenten der USA und für 25 Seminarteilnehmer mit Vor- und Nachnamen brauchte er im Schnitt höchstens 10 Minuten. (Kristin Meyer)
Seminar: Integration Der kleine Wehmutstropfen, den es überall gibt. Trotz der guten Organisation von Wiebke Hasselmann konnten die Referenten hier nicht überzeugen. Der ausgesuchte Film "Almanya - Willkommen in Deutschland" traf das Thema dann aber auf den Punkt und rettete ein wenig die Veranstaltung. Trotzdem würden wir im nächsten Jahr wieder daran teilnehmen, da das Konzept, welches eben nicht nur auf die Integration von Ausländern, sondern auch von alten Menschen und solchen mit Behinderung abstellt, hervorragend in die heutige Zeit passt. (Angela Maas und Andre Leonhardt)
Auf der Mühlenfete am Abend konnten dann alle den anstrengenden Tag ausklingen lassen um am Sonntag in den Gruppen die Arbeit zu beenden. Zum Schluss gab es wieder einen gemeinsamen Vortrag zum Thema "Spuren im Netz" von Moritz Becker, Dozent an der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM).
Alles in allem habe wir beschlossen, dass es sich gelohnt hat und wir nächstes Jahr wieder dabei sind!